Seelenfisch
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Steinzeit

Alles ist ruhig.

Ich spüre die Erdenschwere, die Melancholie sucht mich auf leisen Sohlen heim und ich öffne ihr Tür und Tor. Heiße sie willkommen wie einen Freund und richte ihr einen Platz.

Lass dich nieder. Teile dein Wissen mit mir. Denn ich brauche deine Weisheit und deine Stärke jetzt mehr als ich es zu Beginn des Tages wissen konnte.

Ich war heute im Kölner Dom. Die Zeit war reichlich vorhanden, was hätte ich nicht alles sehen, lernen, erkunden können. Doch nein, ich betrat das Mittelschiff, sah mich um und spürte. Ich betrachtete die Fenster. Doch nicht um zu entdecken, wer dort zu finden sei, nicht, um zu lesen, was man den Menschen damals hatte sagen wollen. Ich bemerkte, dass die Fenster der rechten Seite in warmen Gelb- und Rottönen gehalten waren, die auf der linken Seite jedoch das Sonnenlicht in blauen Tönen abkühlte. War es so geplant, gewollt ? Ich ging weiter und wie immer wanderte der Blick die Kreuzrippengewölbe hinauf, hoch zu dem Punkt da sich alle Verstrebungen vereinen. Es fällt mir schwer die Diagramme auszublenden, die ich einst lernte und die erklären warum alles, derart festgefügt, den Zeiten standhält. Das Wissen um die Kraftlinien erklärt die Wirkung nicht, die diese Bauweise auf das Innere ausübt. Es ist eine Aufforderung. Strebe nach Höherem, vertraue und du wirst dort gehalten werden, wo du ankommen wirst. Strecke die Hände aus und ergreife die, dir gereicht werden. Halte und gebe Halt. Und habe Mut. 

25.8.06 20:14
 


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